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amiamo.de

11.7.06 23:43


Italien ist Weltmeister

Italien gewinnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Und Zinedine Zidane verliert alles.



Gratulation an Italien.
Verständnislosigkeit über Zidane.

Mathias Peer verabschiedet sich aus dem FIFA-Ferienlager. Und dankt den Animateuren für diesen letzten Abend. Besonders toll fand er: Toni Braxton im Duett mit Klaus Wowereit. Dankeschön!
10.7.06 01:29


Wirweltmeister weltexklusiv

Nach dem letzten WM-Spiel in Stuttgart feiert das deutsche Team im Mannschaftsbus. Sensationelle Bilder und Videos liegen weltexklusiv wirweltmeister.de vor:




9.7.06 03:10


Das Finale ist vorverlegt worden

Heute war der Tag der Freudentränen


Deutschland im Glück. Foto: photocase.com

Es ist verrückt. Heute ist einer der schönsten Tage meines Lebens. Und ich habe nur vor dem Fernseher gesessen. Wie schön muss es heute im Stuttgarter WM-Stadion gewesen sein.

Jürgen Klinsmann ist großartig. Mit keinem Bundestrainer hat Deutschland so mitgefiebert wie mit ihm. Mit keinem hat es sich so gefreut.

Heute war das ehrlichste Interview, dass Oliver Kahn jemals gegeben hat. Und das Schönste. Der Titan geht und der, der ihn vom Thron gestoßen hatte, überließ ihn ihm für dieses Spiel. Sympathischer kann diese WM nicht zuende gehen.

Wenn Klinsmann geht, wird er zur Legende. Wenn er bleibt, auch. Wen interessiert es schon, wer morgen Weltmeister wird? Das Spiel um Platz 3 ist verschoben worden. Es findet morgen statt. Der wahre Sieger dieses Turniers geht heute vom Platz.

David Meiländer, 21, hat leise geweint, als Jürgen Klinsmann Oliver Kahn umarmt hat.
8.7.06 23:45


Der "Bleib, Klinsi"-Button für euer Blog

Was jetzt noch zählt: Jürgen Klinsmann muss Bundestrainer bleiben. Überzeugt ihn mit folgendem Button auf eurem Blog:



Diesen Code müsst ihr einfügen (zum Beispiel unter "Profi"):
<a href="http://www.wirweltmeister.de"><img src="http://layoutdealer.de/bleib.gif" border=0"></a>
5.7.06 12:16


54, 74, 90, 2010

Alles war großartig


Dieses Kind freut sich trotzdem. Unser Autor auch. Foto: sxc.hu

Der Pass, der Schuss, Lehmann fliegt – vergeblich. Deutschland weint. Vor langer Zeit fragte ein Journalist einen sehr schlauen Spieler mal: „Warum haben Sie verloren?“ Der antwortete: „Wissen Sie, was heute im Fußball zählt? Tore!“. Das klingt grausam, ist aber wahr. Heute haben die Italiener die entscheidenden Tore gemacht. Deutschland muss trotzdem nicht weinen. Deutschland ist mit Würde aus diesem Turnier ausgeschieden.

Bei aller Enttäuschung, denkt wer gerecht ist, an all die ungerechten deutschen Tore. Das Golden Goal von Bierhoff im EM-Finale 1996, das ganz Tschechien ins Tal der Tränen stürzte. Das späte Tor gegen die USA bei der WM 2002. Deutschland stolperte mit mehr Kahn als Verstand ins Finale. Jetzt hat es uns getroffen.

Als ich heute durch weinende Menschen in Köln-Deutz lief, wurde mir schlagartig klar was diese WM den Deutschen bedeutete. Wir haben bei dieser WM gezeigt, dass Deutschland begeistert von sich selbst sein kann und trotzdem verliebt ist in die Welt. Deutschland hat tollen Fußball gespielt. Und ja, wenn alle Tränen versiegt sind, dann werden wir merken, dass alles ganz großartig war.

Lukas Bay, 22, hat nach dem Spiel mit Tränen in den Augen "You’ll never walk alone" gesungen und glaubt an den WM-Sieg 2010.
5.7.06 09:41


Deutschland weint

Die deutsche Niederlage ist eine große Ungerechtigkeit


Deutschland weint. Das Kind schreit. Zurecht! Foto: photocase.com

Also Entschuldigung mal. So geht es ja nun nicht. Wir können uns doch nicht einfach vom Platz werfen lassen. Das hier ist unser Land. Hier entscheiden wir. Wenn wir im Finale spielen wollen, dann spielen wir auch. Das können wir uns doch nicht gefallen lassen von den Italienern, von Herrn Blatter, von der Fifa. Herr Beckenbauer! Tun Sie doch was!

Lehmann war doch so toll. Und Jürgen Klinsmann und Angela Merkel und Horst Köhler. Das ist nicht gerecht.

Der Traum ist zuende. Das wars mit Euphorie, Wirtschaftsaufschwung und freier Liebe. Jetzt dürfen wir nicht mehr glücklich sein. Ab heute werden wir uns wieder einreden, dass wir glücklich sein müssen. Ab heute reden wir wieder alles schlecht, denn die Realität holt uns ein.

David Meiländer, 21, hat seine Deutschlandflagge vor Enttäuschung aus dem Fenster geworfen. Der Wind hat sie weg geweht.
4.7.06 23:52


Das Fest der Zärtlichkeiten

Am Freitag beim Viertelfinale hat die Liebe gesiegt, im Halbfinale geht es darum, die deutsche Sehnsucht zu schlagen.


Das Motto des Viertelfinales. Foto: photocase.com

„Du schaffst das, Jens“, flüstert Oliver und schaut in die Kamera. „Danke dir“, flüstert Jens und schaut ihm in die Augen. In diesem Moment hielt die Welt den Atem an. Es war der schönste Moment aller Zeiten. In dieser Sekunde ging es nur um Liebe, Freundschaft und Zuversicht. Ganz Deutschland war bewegt. Und alle Menschen spürten es.

Auch Angela Merkel. Als Kahn Lehmann auf die Schulter klopft, tastet sie nach Theo Zwanzigers Hand und strahlt über das ganze Gesicht. Horst Köhler streicht sanft über Heidi Beckenbauers Bein, Gerhard Delling und Günter Netzer knutschen hinter den Kulissen. Ein toller Moment! Die Liebe hat gesiegt. Selbst hinterher bei der großen Prügelei geht es zärtlich zu.

Der neue Star der deutschen Mannschaft aber ist David Odonkor. Er war überall und immer da. Er ist Mittelfeldspieler, Stürmer, Abwehrspieler, Torwart und Schiedsrichter in einem. Ein großartiger Typ, ohne den Deutschland längst ausgeschieden wäre.

Deutschland steht im Halbfinale, gegen Italien. Am Dienstag kämpfen Härte gegen Leidenschaft, Nüchternheit gegen Sehnsucht, Currywurst gegen Pasta. Die Deutschen kämpfen gegen das Paradies, in dem sie jedes Jahr Urlaub machen. Eine Herkules-Aufgabe, denn niemand will das schlagen, was er liebt. Aber Jürgen Klinsmann schafft das schon. Er gibt Deutschland das nötige Selbstbewusstsein. Er gibt uns eine neue Identität. Seine Botschaft: Auch wir können modern und südlandisch sein.

David Meiländer hat am ganzen Körper Hämatome, weil ihn Kollege Mathias Peer während des Spiels mehrfach zu Boden gerissen hat.
1.7.06 11:22


Wir pfeifen auf die Fahnen - aber wir lieben dieses Land

Kurt Tucholsky meldet sich auf der großen Patriotismus-Party mit einer vielleicht letzten Festrede.


Foto: photocase.com

Nun haben wir auf vielen Seiten Nein gesagt, Nein aus Mitleid und Nein aus Liebe, Nein aus Haß und Nein aus Leidenschaft – und nun wollen wir auch einmal Ja sagen. Ja: zu der Landschaft und zu dem Land Deutschland. Dem Land, in dem wir geboren sind und dessen Sprache wir sprechen. Der Staat schere sich fort, wenn wir unsere Heimat lieben. Warum grade sie – warum nicht eins von den andern Ländern –? Es gibt so schöne. Ja, aber unser Herz spricht dort nicht. Und wenn es spricht, dann in einer andern Sprache – wir sagen ›Sie‹ zum Boden; wir bewundern ihn, wir schätzen ihn – aber es ist nicht das.

Es besteht kein Grund, vor jedem Fleck Deutschlands in die Knie zu sinken und zu lügen: wie schön! Aber es ist da etwas allen Gegenden Gemeinsames – und für jeden von uns ist es anders. Dem einen geht das Herz auf in den Bergen, wo Feld und Wiese in die kleinen Straßen sehen, am Rand der Gebirgsseen, wo es nach Wasser und Holz und Felsen riecht, und wo man einsam sein kann; wenn da einer seine Heimat hat, dann hört er dort ihr Herz klopfen. Das ist in schlechten Büchern, in noch dümmeren Versen und in Filmen schon so verfälscht, dass man sich beinah schämt, zu sagen: man liebe seine Heimat. Wer aber weiß, was die Musik der Berge ist, wer die tönen hören kann, wer den Rhythmus einer Landschaft spürt ... nein, wer gar nichts andres spürt, als dass er zu Hause ist; dass das da sein Land ist, sein Berg, sein See, auch wenn er nicht einen Fuß des Bodens besitzt ... es gibt ein Gefühl jenseits aller Politik, und aus diesem Gefühl heraus lieben wir dieses Land. Wir lieben es, weil die Luft so durch die Gassen fließt und nicht anders, der uns gewohnten Lichtwirkung wegen – aus tausend Gründen, die man nicht aufzählen kann, die uns nicht einmal bewußt sind und die doch tief im Blut sitzen.

Ja, wir lieben dieses Land.

Und nun will ich euch mal etwas sagen: Es ist ja nicht wahr, dass jene, die sich ›national‹ nennen und nichts sind als bürgerlich-militaristisch, dieses Land und seine Sprache für sich gepachtet haben. Weder der Regierungsvertreter im Gehrock, noch der Oberstudienrat, noch die Herren und Damen des Stahlhelms allein sind Deutschland. Wir sind auch noch da. Sie reißen den Mund auf und rufen: »Im Namen Deutschlands ... !« Sie rufen: »Wir lieben dieses Land, nur wir lieben es.« Es ist nicht wahr.

Im Patriotismus lassen wir uns von jedem übertreffen – wir fühlen international. In der Heimatliebe von niemand – nicht einmal von jenen, auf deren Namen das Land grundbuchlich eingetragen ist. Unser ist es.

Und so widerwärtig mir jene sind, die – umgekehrte Nationalisten – nun überhaupt nichts mehr Gutes an diesem Lande lassen, kein gutes Haar, keinen Wald, keinen Himmel, keine Welle – so scharf verwahren wir uns dagegen, nun etwa ins Vaterländische umzufallen. Wir pfeifen auf die Fahnen – aber wir lieben dieses Land. Und so wie die nationalen Verbände über die Wege trommeln – mit dem gleichen Recht, mit genau demselben Recht nehmen wir, wir, die wir hier geboren sind, wir, die wir besser deutsch schreiben und sprechen als die Mehrzahl der nationalen Esel – mit genau demselben Recht nehmen wir Fluß und Wald in Beschlag, Strand und Haus, Lichtung und Wiese: es ist unser Land. Wir haben das Recht, Deutschland zu hassen – weil wir es lieben. Man hat uns zu berücksichtigen, wenn man von Deutschland spricht, uns: Kommunisten, junge Sozialisten, Pazifisten, Freiheitliebende aller Grade; man hat uns mitzudenken, wenn ›Deutschland‹ gedacht wird ... wie einfach, so zu tun, als bestehe Deutschland nur aus den nationalen Verbänden.

Deutschland ist ein gespaltenes Land. Ein Teil von ihm sind wir. Und in allen Gegensätzen steht – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leierkasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat.

Kurt Tucholsky
"Deutschland, Deutschland über alles", Berlin 1929
30.6.06 09:16


Den Weltmeister feiern

Bei eventim.de könnt ihr noch Karten für die Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden in Gelsenkirchen am 16.8. (Freundschaftsspiel) und Irland in Stuttgart am 2.9. (EM-Qualifikation) kaufen.
27.6.06 15:13


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