Italien gewinnt die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Und Zinedine Zidane verliert alles.
Gratulation an Italien. Verständnislosigkeit über Zidane.
Mathias Peer verabschiedet sich aus dem FIFA-Ferienlager. Und dankt den Animateuren für diesen letzten Abend. Besonders toll fand er: Toni Braxton im Duett mit Klaus Wowereit. Dankeschön!
Nach dem letzten WM-Spiel in Stuttgart feiert das deutsche Team im Mannschaftsbus. Sensationelle Bilder und Videos liegen weltexklusiv wirweltmeister.de vor:
Dieses Kind freut sich trotzdem. Unser Autor auch. Foto: sxc.hu
Der Pass, der Schuss, Lehmann fliegt – vergeblich. Deutschland weint. Vor langer Zeit fragte ein Journalist einen sehr schlauen Spieler mal: „Warum haben Sie verloren?“ Der antwortete: „Wissen Sie, was heute im Fußball zählt? Tore!“. Das klingt grausam, ist aber wahr. Heute haben die Italiener die entscheidenden Tore gemacht. Deutschland muss trotzdem nicht weinen. Deutschland ist mit Würde aus diesem Turnier ausgeschieden.
Bei aller Enttäuschung, denkt wer gerecht ist, an all die ungerechten deutschen Tore. Das Golden Goal von Bierhoff im EM-Finale 1996, das ganz Tschechien ins Tal der Tränen stürzte. Das späte Tor gegen die USA bei der WM 2002. Deutschland stolperte mit mehr Kahn als Verstand ins Finale. Jetzt hat es uns getroffen.
Als ich heute durch weinende Menschen in Köln-Deutz lief, wurde mir schlagartig klar was diese WM den Deutschen bedeutete. Wir haben bei dieser WM gezeigt, dass Deutschland begeistert von sich selbst sein kann und trotzdem verliebt ist in die Welt. Deutschland hat tollen Fußball gespielt. Und ja, wenn alle Tränen versiegt sind, dann werden wir merken, dass alles ganz großartig war.
Lukas Bay, 22, hat nach dem Spiel mit Tränen in den Augen "You’ll never walk alone" gesungen und glaubt an den WM-Sieg 2010.
Bei eventim.de könnt ihr noch Karten für die Spiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Schweden in Gelsenkirchen am 16.8. (Freundschaftsspiel) und Irland in Stuttgart am 2.9. (EM-Qualifikation) kaufen.
Sogar Kollege Meiländer feiert ausgelassen. Wer soll uns jetzt noch stoppen?
Kollege Meiländer feiert gewöhnlich in unbenutzten Industrieanlagen und probt dort seinen großen Cheerleader-Auftritt fürs Finale. Foto: M. Peer
"Wir Weltmeister" heißt diese Seite. Lange hat man sich fragen können: Ist das nicht ein bisschen zu euphorisch? Unrealistisch? Sogar ein wenig arrogant? Hätte uns das jemand vorgeworfen, wir hätten schnell eine Ausrede parat gehabt: "Nein, nein, mit 'Wir Weltmeister' sind natürlich WIR, die Fans gemeint, der zwölfte Mann, der bei dieser WM schon jetzt einen Pokal bekommen sollte." Oder so.
Vielleicht stimmt das auch, ist aber trotzdem Quatsch. Denn spätestens seit gestern wissen, wir, dass der Titel dieses kleinen Weblogs nur eines ist: Eine überraschende, aber trotzdem absolut zutreffende Vorhersage des 9. Juli.
Vor dem Haus von Mathias Peer schlafen besoffene Engländer. Er selbst wäre gestern Nach fast in einem schwedischen Wohnmobil eingepennt.
Wir haben schon davon erzählt, wie das WM-Feiern in Köln und Frankfurt so ist. Heiko Hebig gibt Tipps für München, habt ihr Hinweise zu anderen Städten? Wir freuen uns über eure Kommentare.
Die WM-Parties in Frankfurt sind sehr empfehlenswert. Am besten startet man an der Hauptwache, läuft über die Zeil zum Römer und von dort an den Main zum "Fan Fest" mit Großbildmonitor auf dem Main.
In Frankfurt unterwegs war Nico Wilfer, 22, Gründer von myblog.de, England-Fan und Kopfballungeheuer.
Zoom auf das Kanzleramt, dazu spacige Hintergrundmusik. Wir sehen die Bundeskanzlerin neben Bush, Beckenbauer und Bono. Noch lächelt sie.
Foto: bundeskanzlerin.de
Heute Nachmittag erschien erstmals Angela Merkels neuer Video-Podcast, in dem die Kanzlerin ungefähr einmal pro Woche zum Volk sprechen möchte. In der ersten Ausgabe kommentierte sie den Beginn der Fußball-WM – nahezu vollkommen regungslos und inhaltsleer.
Nach dem Vorspann sitzt die Kanzlerin vor einem Standbild des Reichstags. „Jetzt geht es los“, sagt sie monoton und etwas gelangweilt. Dann kommen die Phrasen: „Millionen haben auf diesen Augenblick gewartet“, die Spieler der Nationalmannschaft seien „hoch motiviert“ und werden „ihr Bestes geben“. „Die Fans sind der zwölfte Mann auf dem Platz“, sagt die Kanzlerin und will mit den Gästen in Deutschland ein „großes Fest feiern“. „Friedlich und fröhlich“ soll es sein.
Nach rund zwei Minuten Geschwafel kommt wieder spacige Hintergrundmusik, der Abspann und jetzt lächelt die Kanzlerin sicher wieder. Nur sieht man das nicht.